Zahlen

 

Ob als Seitenzahlen, in Strafrechtsparagraphen oder Zeitangaben, Zahlen
treten in ganz unterschiedlichen Textzusammenhängen auf. Für den Druck
sind folglich verschiedene Formen von Ziffern entwickelt worden.

Am häufigsten werden Arabische Versalziffern verwendet. Wie
Großbuchstaben (Versalien) stehen sie auf der Grundlinie. Sie sind alle
gleich breit und lassen sich daher – z.B. in Tabellen – stellengleich
untereinander schreiben:

  Zahlen Bild 1

 


Mediävalziffern entsprechen den Kleinbuchstaben. Sie haben Ober- und
Unterlängen und variieren in der Laufweite. Zahlen mit gleich vielen Stellen
können also unterschiedlich lang sein:

  Zahlen Bild 2






 

Mediävalziffern sind daher zum Rechnen nicht so gut geeignet. Dafür passen
sie sich in Fließtexte wesentlich besser ein als die Versalziffern:

  Zahlen Bild 3

 

Computer-Schriftsätze enthalten nur jeweils einen Ziffernsatz, und zwar in
aller Regel Versalziffern. Manchmal gibt es denselben Schriftsatz auch in
einer Version mit Mediävalziffern. Dann trägt er meist die
Zusatzbezeichnung "OSF" (old style figures).

Niemand wird Römische Zahlen zum Rechnen benutzen. Sie treten jedoch
regelmäßig als Bestandteil von Zählungen oder Gliederungen auf.

  Zahlen Bild 4

 

Römisch werden in Büchern und Hausarbeiten häufig die Seiten mit Vorwort
und Inhaltsverzeichnis gezählt, da ihr Umfang meist erst nach Abschluß der
Arbeit feststeht.

Im deutschen Sprachraum werden römische Zahlen immer in
Großbuchstaben gesetzt.

Weitere Handreichungen zur Typographie