Trennstrich, Spiegelstrich und Co.

 

In der Typographie werden zwei Arten von waagerechten Strichen
unterschieden: kurze » - « und lange » – «. Computertastaturen verfügen
über keine eigene Taste für den langen Strich. Daher wird er oft fälschlich
durch den kurzen ersetzt. Dabei läßt er sich leicht mit einer
Tastenkombination ansprechen.

Kurze Striche treten als Bindestrich, Trennstrich oder Ergänzungsstrich
auf:

  Trennstrich Bild 1

 

Trennstriche müssen bei einer Änderung des Zeilenumbruchs wieder
verschwinden. Man gibt sie daher in Textverarbeitungsprogrammen nicht
manuell, sondern wiederum mit einer Tastenkombination ein, sonst kehren
sie als falsche Bindestriche wieder:

  Trennstrich Bild 2

 

Auch der Ergänzungsstrich ist kurz. Hinter dem normalen Kurzstrich bricht
der Text automatisch um. Es empfiehlt sich daher, als vorangestellten
Ergänzungsstrich den nicht umbrechenden Strich zu verwenden. Der
Ergänzungsstrich könnte sonst eingeschnappt auf der vorangehenden Zeile
stehen bleiben:

  Trennstrich Bild 3

 

Lange Striche können unterschiedliche Funktionen haben:

Als Gedankenstrich kennzeichnen sie einen Texteinschub oder einen
Gedankensprung. Gedankenstriche werden stets mit Leerzeichen von den sie
umgebenden Wörtern abgetrennt:

  Trennstrich Bild 4

 

Vor Satzzeichen entfällt das Leerzeichen hinter dem Gedankenstrich:

  Trennstrich Bild 5

 

Der Bis-Strich und der Strecken-Strich stehen ohne Leerzeichen zwischen
Zahlen oder Wörtern. Allerdings sollte man sie mit etwas größerem
Buchstabenabstand einfügen:

  Trennstrich Bild 6

 

Mit dem Spiegelstrich wird eine Aufzählung gegliedert. Ihm folgt ein
Leerzeichen:

  Trennstrich Bild 7

 

Im Blocksatz sollte man ein festes Leerzeichen verwenden, sonst gerät die
Aufzählung aus dem Lot:

  Trennstrich Bild 8

 

Schließlich gibt es noch den Auslassungsstrich. Doch der erklärt sich
eigentlich ganz von s–.

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