Auslassungszeichen

 

Auslassungszeichen machen kenntlich, an welcher Stelle im Text
Buchstaben, Wörter oder ganze Passagen übergangen worden sind. Im
Deutschen werden dazu drei verschiedene Zeichen verwendet:

Der Apostroph zeigt die Auslassung von Buchstaben eines einzelnen Wortes
an. Er hat die Form einer kleinen hochgestellten »9« und unterscheidet sich
damit von dem »6«-förmigen einfachen hochgestellten Anführungszeichen.

Die Apostroph-Taste ist auf der Computertastatur mit den einfachen
Anführungszeichen belegt. Ein echter Apostroph muß daher mit einer
Tastenkombination eingegeben werden. Ihn durch einen Akzent zu ersetzen,
gilt als grober Missgriff.

Zwingend vorgeschrieben ist der Apostroph nach den derzeit geltenden
Regeln in zwei Fällen: Wenn dem Genitiv eines Eigenamens, der auf ce, s, ß,
x oder z schließt, kein direkter Artikel vorangeht und wenn Buchstaben im
Wortinneren fehlen:

  Auslassungszeichen Bild 1

 

Wo Wortteile, Wörter, Sätze oder ganze Abschnitte ausgelassen werden,
setzt man Auslassungspunkte, »drei Pünktchen«. Auslassungspunkte sind
gegenüber normalen Punkten leicht gesperrt, sie stehen also etwas weiter
auseinander. Es gibt dafür ein eigenes Sonderzeichen mit entsprechender
Tastenkombination:

  Auslassungszeichen Bild 2

 

Von benachbarten Wörtern werden Auslassungspunkte durch ein
Leerzeichen getrennt, nicht aber von Wortteilen und folgenden Satzzeichen.
Stehen sie am Satzende, entfällt der Schlusspunkt:

  Auslassungszeichen Bild 3

 

Und hier derselbe Text mit fehlerhaft eingesetzten Auslassungspunkten:

  Auslassungszeichen Bild 4

 

Auslassungspunkte vor oder hinter einem Satzzeichen dürfen am Zeilenende
nicht umbrechen. Deshalb fügt man in diesem Fall zwischen ihnen und dem
benachbarten Wort ein geschütztes Leerzeichen ein.

Ein vorausgehender Abkürzungspunkt bleibt, von den
Auslassungspunkten durch ein Leerzeichen getrennt, erhalten:

  Auslassungszeichen Bild 5

 

Und dasselbe wieder unter Missachtung der typographischen Regeln:

  Auslassungszeichen Bild 6

 

Wo ein Originaltext im Zitat gerafft wird, müssen die Auslassungspunkte, die
ja nicht vom Verfasser des Zitats stammen, ihrerseits als Einfügung
gekennzeichnet werden. Dazu stellt man sie in eckige Klammern.

Auslassungspunkte sind Textersatzzeichen und keine
Satzgliederungszeichen; stehen sie im Zitat anstelle des originalen
Satzanfangs, fährt der Zitattext hinter ihnen in Kleinschreibung fort.

Der Schlusspunkt eines Satzes bleibt erhalten, wenn er von den
Auslassungspunkten durch eine Klammer oder ein Anführungszeichen
getrennt ist:

  Auslassungszeichen Bild 7

 

Eher in literarischen Texten wird man den Auslassungsstrich finden, den
wir bereits in einer anderen Typographischen Handreichung kennengelernt
hatten. Er zeigt weniger eine Auslassung als den Abbruch des Textes an:

  Auslassungszeichen Bild 8

 

Weitere Handreichungen zur Typographie