Person

Dr. phil.

Christine Waldschmidt

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Forschungsschwerpunkte

  • Lyrik des 20. Jahrhunderts
  • Sprachkritik in der Moderne
  • Literatur der Aufklärung
  • Erzählen in theoretischen Kontexten
  • Kulturgeschichte im 18. Jahrhundert
  • Deutschsprachig-jüdische Literatur im 18. und 20. Jahrhundert
 

Akademischer Werdegang

Studium der Germanistik, Philosophie und Rechtswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 2005 Magisterabschluss.

2010 Promotion mit einer Arbeit zum Thema ‚Deutschsprachige hermetische Lyrik im 20. Jahrhundert‘.

Habilitationsprojekt zu: ‚Erzählen in theoretischen Kontexten. Die narrative Poetologie des Beispiels in der Aufklärung‘.

  • 2008-2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft am Deutschen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • 2014-2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Projekt „Vor der Kulturgeschichte“ am Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften der Universität Mainz
  • 2019-2020 Lehrbeauftragte am Deutschen Institut der Universität Mainz
  • Seit März 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanistische und Allgemeine Literaturwissenschaft der RWTH Aachen: Mitarbeit am DFG geförderten D-A-CH-Handbuchprojekt „Deutschsprachig-jüdische Literatur von der Aufklärung bis zur Gegenwart – Neue Forschungszugänge in Paradigmen“
 

Publikationen

Monographie

„Dunkles zu sagen“: Deutschsprachige hermetische Lyrik im 20. Jahrhundert. Heidelberg: Winter 2011 (Studien zur historischen Poetik 9).

Edition

Kulturgeschichten der Aufklärung. Eine kommentierte Anthologie deutschsprachiger Texte. Hg. zus. mit Ulrich Breuer. [Erscheint 2020 bei Transcript, Bielefeld, in der Reihe Mainzer Historische Kulturwissenschaften.]

Herausgeberschaften

  • Irrwege – Zu Ästhetik und Hermeneutik des Fehlgehens. Hg. zus. mit Matthias Däumer/Maren Lickhardt/Christian Riedel. Heidelberg: Winter 2010 (Studien zur historischen Poetik 5).
  • Witz und Wirklichkeit. Komik als Form der ästhetischen Weltaneignung. Hg. zus. mit Carsten Jakobi. Bielefeld: Transcript 2015 (Mainzer Historische Kulturwissenschaften 23).
  • Geschichtstransformationen. Medien, Verfahren und Funktionalisierungen historischer Rezeption. Hg. zus. mit Sonja Georgi/Julia Ilgner/Isabell Lammel/Cathleen Sarti. Bielefeld: Transcript 2015 (Mainzer Historische Kulturwissenschaften 24).
  • Celan-Referenzen. Prozesse einer Traditionsbildung in der Moderne. Hg. zus. mit Natalia Blum-Barth. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2016.
  • Redaktion des Sammelbandes: Textprofile stilistisch. Beiträge zur literarischen Evolution. Hg. v. Ulrich Breuer/Bernhard Spies. Bielefeld: Transcript 2011. (Mainzer Historische Kulturwissenschaften 8)

Aufsätze

  • Die Bedeutung des Ressentiments für Zarathustras Lehre vom Übermenschen. In: Friedrich Nietzsche – Zwischen Musik, Philosophie und Ressentiment. Hg. v. Volker Gerhardt/Renate Reschke. Berlin 2006 (Nietzscheforschung 13), S. 201-210.
  • Voraussetzungen und Aussageweisen ‚unverständlicher‘ Lyrik. Ein Vergleich nicht-hermetischer und hermetischer Textgestaltung am Beispiel Erich Arendt und Johannes Poethen. In: Textprofile intermedial. Hg. v. Dagmar von Hoff/Bernhard Spies. München: Meidenbauer 2008 (Kontext 6), S. 261-283.
  • Irrwege als Wege des Erzählens bei Ingeborg Bachmann und Ilse Aichinger. In: Irrwege – Zu Ästhetik und Hermeneutik des Fehlgehens. Hg. zus. mit Matthias Däumer u.a. Heidelberg: Winter 2010 (Studien zur historischen Poetik 5), S. 213-232.
  • Zwischen Ideologie und Kritik: Stil als Objekt von Zuschreibungen. In: Textprofile stilistisch. Beiträge zur literarischen Evolution. Hg. v. Ulrich Breuer/Bernhard Spies. Bielefeld: Transcript 2011 (Mainzer Historische Kulturwissenschaften 8), S. 189-214.
  • Destruierte Sinnträger und Illustration dichterischer Potentiale. Zur Verwendung mythischer Bilder in Erich Arendts Gedichten. In: Variable Konstanten. Mythen in der Literatur. Hg. v. Katarzyna Jaśtal/Agnieszka Palej/Anna Dąbrowska/Paweł Moskała. Dresden; Wrocław: Neisse; ATUT 2011, S. 329-336.
  • Dichterische Infragestellung und Bekräftigung von Sinnmöglichkeiten: Mythische Bilder in Gedichten nach 1945. In: Odysseus / Passagiere. Über Selbstbestimmung und Determination in Literatur, Medien und Alltag. Hg. v. Simone Schröder/Ulrike Weymann/Martin Widmann. Würzburg: Königshausen & Neumann 2011, S. 85-100.
  • Komik und Affirmation. Die (Selbst-)Aufhebung des Zeitstücks in Peter Hacksʼ Komödie Numa. In: Heitere Spiele über den Ausgang der Geschichte. Peter Hacks und die Komödie im Kalten Krieg. Vierte wissenschaftliche Tagung der Peter-Hacks-Gesellschaft. Hg. v. Andrea Jäger. Berlin: Aurora 2012 (Schriftenreihe der Peter-Hacks-Gesellschaft), S. 97-115.
  • ‚Simulatio‘ als Wert des dichterischen Ausdrucks bei Robert Gernhardt und Paul Celan. In: Mimesis, Mimikry, Simulatio. Tarnung und Aufdeckung in den Künsten vom 16. bis zum 21. Jahrhundert. Festschrift für Erwin Rotermund. Hg. v. Hanns-Werner Heister/Bernhard Spies. Berlin: Weidler 2013 (Musik, Gesellschaft, Geschichte 6), S. 481-497.
  • Christoph Martin Wielands Schriften zur Französischen Revolution: Die Wertschätzung des intellektuellen Urteils in der politischen Debatte. In: Literatur für Leser 36 (2013) Heft 1/2, S. 51-64.
  • Funktionalisierungen des Narrativen am Beispiel kulturgeschichtlicher Schriften des 18. Jahrhunderts. In: Literatur für Leser 37 (2014) Heft 4, S. 191-202.
  • Das ‚Endliche‘ im Kontrast mit der Idee. Die Realität als Teil des komischen Widerspruchs bei Jean Paul. In: Witz und Wirklichkeit. Komik als Form der ästhetischenWeltaneignung. Hg. v. Carsten Jakobi/Christine Waldschmidt. Transcript 2015 (Mainzer Historische Kulturwissenschaften 23), S. 211-240.
  • Intertextuelle Referenzen als Movens der Traditionsbildung am Beispiel Paul Celan – Eine Einleitung [zus. mit Natalia Blum-Barth]. In: Celan-Referenzen. Prozesse einer Traditionsbildung in der Moderne. Hg. v. Natalia Blum-Barth/Christine Waldschmidt, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2016, S. 7-24.
  • „Lesend / von deinem Tod her“: Moralische Verbindlichkeit, Vereinnahmung und Kritik in den Celan-Gedichten Erich Frieds und Erich Arendts. In: Celan-Referenzen. Prozesse einer Traditionsbildung in der Moderne. Hg. v. Natalia Blum-Barth/Christine Waldschmidt, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2016, S. 77-99.
  • The Tension between Idea and Narrative Form. The Example as a Narrative Structure in Enlightenment Literature. In: Narrative Concepts in the Study of Eighteenth-Century Literature. Ed. by Liisa Steinby/Aino Mäkikalli. Amsterdam: Amsterdam University Press 2017 (Crossing Boundaries. Turku Medieval and Early Modern Studies 7), S. 225-247.
  • Erzählen von Ursprung, Entwicklung und Fortschritt. Narrative Strategien in kulturgeschichtlichen Schriften der Aufklärung [zus. mit Andreas Hütig]. In: Die Erzählung der Aufklärung. Beiträge zur DGEJ-Jahrestagung in Halle a. d. Saale. Hg. v. Frauke Berndt/Daniel Fulda. Hamburg: Meiner 2017 (Studien zum achtzehnten Jahrhundert 38), S. 136-148.
  • Vom narrativen Rätsel zur rätselhaften Psyche. Exemplarisches Erzählen bei Diderot und in Schillers Merkwürdiges Beispiel einer weiblichen Rache. In: Diderots Jacques le fataliste et son maître und der europäische Roman. Transformationen und Potentiale der Gattung. Hg. v. Caroline Mannweiler/Olaf Müller. Heidelberg: Winter 2018 (Intercultural Studies 9), S. 79-94.
  • Das Eigenartige zwischen Gegensatz und Versöhnlichem: Die narrative Funktion des Individuellen in Wilhelm Raabes historischer Erzählung Höxter und Corvey. In: IchTexte. Beiträge zur Philologie des Individuellen. Hg. v. Christopher Busch/Till Dembeck/Maren Jäger. Paderborn u. a.: Schöningh 2019, S. 61-78.
  • Dichtung. In: Wilhelm Schapp: Auf dem Weg einer Philosophie der Geschichten. Bd. 4 (Kommentarband). Hg. v. Karen Joisten/Jan Schapp/Nicole Thiemer. Freiburg, München: Alber 2020, S. 65-81. [im Druck]

Handbuch-Artikel

  • Art. Todesfuge (Gedicht von Paul Celan, 1944/45). In: Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart. Hg. v. Wolfgang Benz. Bd. 7: Literatur, Film, Theater und Kunst. Berlin u. a.: de Gruyter/Saur 2015, S. 493-496.
  • Art. Friedrich Dürrenmatt. In: Meilensteine der Weltliteratur. Von der Aufklärung bis in die Gegenwart. Hg. v. Dieter Lamping. Stuttgart: Kröner 2015 (Kröners Taschenausgabe 417), S. 523-529.

Rezensionen

  • Rez. zu: „Die besten Bissen vom Kuchen“. Wilhelm Raabes Erzählwerk: Kontexte, Subtexte, Anschlüsse. Hg. v. Søren R. Fauth/Rolf Parr/Eberhard Rohse. Göttingen: Wallstein 2009. In: Arbitrium 29 (2011) Heft 1, S. 84-88.
  • Referat zu: Frauke Berndt: Poema / Gedicht. Die epistemische Konfiguration der Literatur um 1750. Berlin, Boston: De Gruyter 2011 (Hallesche Beiträge zur Europäischen Aufklärung 43). In: Germanistik 52 (2011) Heft 3-4, S. 740.
  • Rez. zu: Mattias Pirholt: Metamimesis. Imitation in Goetheʼs Wilhelm Meisters Lehrjahre and Early German Romanticism. Rochester, New York: Camden House 2012 (Studies in German Literature, Linguistics, and Culture). In: Athenäum 23 (2013), S. 231-235.
  • Rez. zu: Philipp Lenhard: Friedrich Pollock. Die graue Eminenz der Frankfurter Schule. In: Exilforschung 38 (2020), S. 429-432. [im Druck]